Bücher, schnell gelesen: Teil 1.244

Joe R. Lansdale - Bärenblues (Golkonda, 2016)
Joe R. Lansdale – Bärenblues (Golkonda, 2016)

Gelesen: 23. – 28.05.2017, netto 268 Seiten

Und der nächste Hap & Leonard Knaller, auch wenn ich wieder komplett an der original Reihenfolge der Serie vorbei lese. „Bärenblues“ (oder: The Two-Bear Mambo) ist der dritte Teil der Serie, aber das macht nichts.

Diesmal denken die beiden Helden an nichts anderes als die Ex von Hap (die, die er in Mucho Mojo an einen Cop verloren hat) in einem vom Klan beherrschten Provinzkaff zu suchen. Und da die Ex eine schwarze Anwältin ist die den Tod eines Schwarzen im lokalen Gefängnis untersuchen wollte sind sich Hap & Leonard ziemlich sicher was passiert ist.

Und landen voll in der Kacke. Und sind einmal nicht die Helden sondern müssen mit eingezogenem Schwanz und vielen Blessuren zurück nach Hause. Und daran haben die beiden Bären zu knabbern und daher auch ihr Bärenblues.

Das am Ende die Geschichte natürlich aufgeklärt wird ist klar, dennoch ein echter Verliererkrimi – alle beteiligten verlieren (ihr Leben, ein Auge und und und). Und ein Unwetter mit einem Staudammbruch wäscht das Provinzkaff einfach dahin.

Fast schon ein prophetischer Roman!

Soundtrack dazu: Flanders 72, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.211

Joe R. Lansdale -Rote Rache (Golkonda, 2016)
Joe R. Lansdale -Rote Rache (Golkonda, 2016)

Gelesen: 18. – 20.12.2016 netto 227 Seiten

Und noch ein Hap & Leonard Knaller – diesmal geht es kurz und knackig zur Sache: Hap & Leonard sind dem „Dixie-Desaster“ entkommen und pflegen ihre Wunden – und werden zu echten Detektiven (naja, Hilfsdetektive in der Detektei ihres Kumpels Marvin).

Ihr erster Auftrag stellt die Ehre einer alten Dame wieder her (und bricht, keine Überraschung, etliche Knochen bei den Ehrverletzern). Gestärkt und voller Heldenmut nehmen sie den nächsten Auftrag einer alten Dame an. Und dann wird das kurz & knapp fies.

So fies, das Leonard im Krankenhaus um sein Leben kämpft während Hap schlicht und einfach auf Exekutionskomando geht. Kill. Kill. Kill.

Wie immer voller lustiger Ping-Pong Dialoge, Bauernschläue und viel Liebe. Perfekt.

Soundtrack dazu: Supersuckers – Sleepy Vampire, was sonst?

PS: Dank Dr. Leesen weiß ich jetzt auch das es eine kleine aber feine TV Serie gibt – hier der Trailer…

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.207

Joe R. Lansdale - Das abenteuerliche Leben des Deadwood Dick (Tropen, 2016)
Joe R. Lansdale – Das abenteuerliche Leben des Deadwood Dick (Tropen, 2016)

Gelesen: 20. – 28.11.2016 netto 464 Seiten.

Joe R. Lansdale mit einer Story die manch einer vielleicht als „Django Unchained“ Version sieht, die aber in Wirklichkeit das Leben von Nat Love relativ frei (und im original Lansdale-Style) erzählt.

Das ganze ist also ein ehr lustiger Schelmenroman mit einem ernsten Hintergrund: Ein schwarzer Junge im „befreiten“ Süden der US of A muss erleben das ein schwarzer immer noch nichts wert ist und gerät in eine Endlosfehde mit dem weißen Mörder seiner Eltern.

Ausreichend brutal, schön lakonisch immer wieder wunderbar spitzbübisch – und dabei ein ganz kalter Blick auf eine Zeit voller Unrecht und voller Dreck, Elend und Tod. Und einer Zeit in der den Indianern mal so nebenbei der Rest gegeben wurde. Klassisch und eine perfekte Filmvorlage.

Mehr über Nat Love hier und seine echte Lebensgeschichte, von ihm selbst geschrieben:

Life and Adventures of Nat Love, Better Known in the Cattle Country as „Deadwood Dick,“ by Himself; a True History of Slavery Days, Life on the Great Cattle Ranges and on the Plains of the „Wild and Woolly“ West, Based on Facts, and Personal Experiences of the Author

Soundtrack dazu: Death, was sonst?

PS: Übersetzt von der wunderbaren Conny Lösch, ein Qualitätsmerkmal!