Bücher, schnell gelesen: Teil 1.211

Joe R. Lansdale -Rote Rache (Golkonda, 2016)
Joe R. Lansdale -Rote Rache (Golkonda, 2016)

Gelesen: 18. – 20.12.2016 netto 227 Seiten

Und noch ein Hap & Leonard Knaller – diesmal geht es kurz und knackig zur Sache: Hap & Leonard sind dem „Dixie-Desaster“ entkommen und pflegen ihre Wunden – und werden zu echten Detektiven (naja, Hilfsdetektive in der Detektei ihres Kumpels Marvin).

Ihr erster Auftrag stellt die Ehre einer alten Dame wieder her (und bricht, keine Überraschung, etliche Knochen bei den Ehrverletzern). Gestärkt und voller Heldenmut nehmen sie den nächsten Auftrag einer alten Dame an. Und dann wird das kurz & knapp fies.

So fies, das Leonard im Krankenhaus um sein Leben kämpft während Hap schlicht und einfach auf Exekutionskomando geht. Kill. Kill. Kill.

Wie immer voller lustiger Ping-Pong Dialoge, Bauernschläue und viel Liebe. Perfekt.

Soundtrack dazu: Supersuckers – Sleepy Vampire, was sonst?

PS: Dank Dr. Leesen weiß ich jetzt auch das es eine kleine aber feine TV Serie gibt – hier der Trailer…

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.207

Joe R. Lansdale - Das abenteuerliche Leben des Deadwood Dick (Tropen, 2016)
Joe R. Lansdale – Das abenteuerliche Leben des Deadwood Dick (Tropen, 2016)

Gelesen: 20. – 28.11.2016 netto 464 Seiten.

Joe R. Lansdale mit einer Story die manch einer vielleicht als „Django Unchained“ Version sieht, die aber in Wirklichkeit das Leben von Nat Love relativ frei (und im original Lansdale-Style) erzählt.

Das ganze ist also ein ehr lustiger Schelmenroman mit einem ernsten Hintergrund: Ein schwarzer Junge im „befreiten“ Süden der US of A muss erleben das ein schwarzer immer noch nichts wert ist und gerät in eine Endlosfehde mit dem weißen Mörder seiner Eltern.

Ausreichend brutal, schön lakonisch immer wieder wunderbar spitzbübisch – und dabei ein ganz kalter Blick auf eine Zeit voller Unrecht und voller Dreck, Elend und Tod. Und einer Zeit in der den Indianern mal so nebenbei der Rest gegeben wurde. Klassisch und eine perfekte Filmvorlage.

Mehr über Nat Love hier und seine echte Lebensgeschichte, von ihm selbst geschrieben:

Life and Adventures of Nat Love, Better Known in the Cattle Country as „Deadwood Dick,“ by Himself; a True History of Slavery Days, Life on the Great Cattle Ranges and on the Plains of the „Wild and Woolly“ West, Based on Facts, and Personal Experiences of the Author

Soundtrack dazu: Death, was sonst?

PS: Übersetzt von der wunderbaren Conny Lösch, ein Qualitätsmerkmal!

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.174

Joe R. Lansdale - Die Kälte im Juli (Heyne Hardcore, 2015)
Joe R. Lansdale – Die Kälte im Juli (Heyne Hardcore, 2015)

Gelesen: 12. – 16.05.2016, netto 240 Seiten plus Nachwort von Joe R. Lansdale.

Ach, er kann es einfach. Cool, lakonisch und gewalttätig. Texas, voller Schießwütiger Bürger die ihr Eigentum verteidigen. Aber was passiert, wenn ein solcher Bürger einen Einbrecher erledigt hat?

Er bekommt Lob von der Polizei, er bekommt Lob von den Bürgern und … er bekommt Zweifel. Richard Dane tötet einen Einbrecher und findet durch Zufall heraus das es garnicht der war, den die Polizei beerdigt.

Was zuerst als „ein Mann sieht rot“ beginnt und als “ ein Vater sieht rot“ weitergeht das entpuppt sich am Ende als coole „wir zeigen es den Arschlöchern“ Nummer von rechtschaffenen Bürgern (die dabei eine Spur der Gewalt hinter sich herziehen). Am Ende wird aus einem Einbrecher ein ganzer Laden vollen Toter – durch die Bank Arschlöcher die es verdient haben.

Herrlich – lakonische Gewalt at it’s best. Kurz und prägnant – ein perfekter Road Movie und natürlich als solcher verfilmt:

Soundtrack dazu: MDC, was sonst?