Bücher, schnell gelesen: Teil 1.225

Declan Burke - Absolute Zero Cool (Edition Nautilus, 2014)
Declan Burke – Absolute Zero Cool (Edition Nautilus, 2014)

Gelesen: 02. – 10.02.2017 netto 309 Seiten

Hui, das hatte ich lange nicht – ein Buch das so überhaupt nicht mit mir reden wollte! Der Klappentext gibt Hoffnung auf ein wenig Jasper Fforde und Thursday Next:

Ein Mörder entsteigt einem unvollendeten Manuskript und setzt den Autor unter Druck.

OK – das ist ein spannender Start. Aber leider entpuppt sich das ganze als verwirrende und ehr lästige Fingerübung in Sachen Erzählebenenverschiebung. Klingt kompliziert und ist es auch. An einigen Stellen ist das kurz mal lustig und an vielen anderen ehr verwirrend.

Da dem Leser auch so keine Orientierungshilfe gegeben wird bleibt nur die Hoffnung, das es am Ende eine coole Auflösung gibt. Aber, nein, auch das nicht.

Verwirrend!

Soundtrack dazu: Electro Motive Forces – Mental Cases, was sonst?

PS: Übersetzt von Robert Brack – ein Qualitätsmerkmal!

 

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.220

Decaln Burke - The Big O (Edition Nautilus, 2016)
Decaln Burke – The Big O (Edition Nautilus, 2016)

Gelesen: 11. – 16.01.2017 netto 308 Seiten

Ich hab ihn mal gefragt, welche Sorte
Geschriebenes das meiste Geld bringt,
darauf er: Lösegeldforderungen

(Elmore Leonard – Schnappt Schorty)

Schönes Ding aus Irland, in bester Elmore Leonard Tradition zirkeln hier 6 Figuren um einander und verfolgen alle das gleiche Ziel: Verdammt nochmal Kohle abzuzocken. 500.000$ sind im Jackpot aber der Jackpot ist eine Antientführungsversicherung.

Und diesen Jackpot wollen Karen (Sprechstundenhilfe und Räuberin), Ray (Maler und Entführungsprofi), Frank (ex-Schönheitschirurg vor der Pleite), Madge (zukünftiges Entführungsopfer), Rossi (der kriminelle Ex von Karen, der mit Karen noch ein Hühnchen zu rupfen hat) und Doyle (Polizistin, offen für alles) knacken – für sich und/oder in wechselnden Koalitionen.

Wie bei einem Planetensystem umkreisen alle die Sonne (der Jackpot) ein wenig zu nach und auf kollidierenden Bahnen, dazu lenkt sie die Anziehungskraft der anderen immer wieder ab. Und so steuern alle auf ein furioses Finale und knallen aufeinander. Mit Sicherheit das knalligste Finale seit langem, alleine deswegen lesenswert.

Soundtrack dazu: The Outcasts, was sonst?

PS: Übersetzt von Robert Brack – ein Qualitätsmerkmal!

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.219

Robert Brack - Die drei Leben des Feng Yun-Fat (Edition Nautilus, 2015)
Robert Brack – Die drei Leben des Feng Yun-Fat (Edition Nautilus, 2015)

Gelesen: 08. – 10.01.2017 netto 187 Seiten

Endlich wieder ein Lenina Rabe Roman! Perfekt! Die Krimis von Simone Buchholz sind schon kleine, feine und lustige Hamburg Krimis aber Robert Brack und die Lenina Rabe Serie ist noch kleiner, noch feiner und mit noch mehr coolem Hamburg versehen.

Nach fast 7 Jahren Pause und einigen „historischen“ Büchern kehrt Robert Brack zu dieser Serie zurück – es ist das 4te Buch in der Reihe. Das Setting ist großartig (die Geheimnisse des gemeinen China Restaurants und seiner Köche), sozialkritisch (Ausbeutung durch staatlich sanktionierte Sklavenhaltung) und … ausreichend lustig und brutal.

Lenina und Nadine, ihre etwas andere Partnerin, wechseln dabei elegant die Seiten und schlagen sich auf die Seite der … Entknechteten. Dabei geht so allerlei zu Bruch, inklusive ihres Büros. Cool, schnell, großartig!

Soundtrack dazu: 3000 Yen, was sonst?