Bücher, schnell gelesen: Teil 1.074

Shane Kuhn - Töte deinen Chef (Dumont, 2014)
Shane Kuhn – Töte deinen Chef (Dumont, 2014)

Gelesen: 12.11.2014 von 11:00 – 17:40, netto 314 Seiten.

Cooles cover – das hat meine Aufmerksamkeit erregt. Cooles setting – das ließt sich spannend. Und übersetzt von Conny Lösch – das war der Kaufgrund. Und nein, ich wurde nicht enttäuscht. Die zugegeben sehr englische (oder amerikanische) Sitte einen Job über „interships“ zu bekommen ist in Deutschland so nicht verbreitet, aber auch hier verstehen zeitarbeitsgeplagte Menschen sicher den Zusammenhang: Der beste Killer ist der, an den sich niemand erinnert. Und an wen erinnerst sich keiner in einer Firma? Na, an den Prakti eben. Und daher gibt es eine Organisation, die Auftragskiller in Praktikantenform in Firmen unterbringt umd „!hochrangige“ Ziele zu eliminieren.

Dargeboten wird das ganze extrem cool als Buch im Buch, als Mischung aus FBI Memos und einem in Ich-Form geschriebenen Handbuch des coolen Ich-Erzählers. Das ganze hat ordentlich Schwung, sehr viel Wortwitz und auch ausreichend Gewalt. Und am Ende bleibt sogar eine kleine Überraschung und ein Cliffhänger. Also bock auf mehr!

Soundrack dazu: Kraut – Unemployed, was sonst?

PS: Ein prequel dazu gibt es in English als umsonst download bei amazon.com – hab ich mir geschenkt.

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.014

Carsten Stroud - Die Rückkehr (Dumont, 2013)
Carsten Stroud – Die Rückkehr (Dumont, 2013)

Gelesen:22. – 23.10.2013 (Zeit nicht genommen), netto 592 Seiten.

Der perfekte Urlaub: Das Wetter immer noch schlecht, der Kaminofen glüht und der Blick geht über die Dünenlandschaft auf die Nordsee – und das Kopfkino bekommt nach „Christmasland“ einen passenden Nachschlag mit dem zweiten Teil der Niceville-Trilogie!

Das „uncoole“ Ende des ersten Buches wird hier im vorbeigehen aufgenommen, so als ob beide in einem Rutsch geschrieben wurden. Das Problem in meinem Kopf bleibt – eine Crime Storyline und eine Phantasy-Storyline laufen parallel und ineinander verwoben. Wobei die Phantasylinie diesmal weiter erklärt wird und somit das große ? in meinem Kopf ein wenig kleiner wird. Ich schätze das ganze ist am Ende doch ein großes Buch mit 1.500 Seiten und sollte auch so gelesen werden (und eine TV Serie wird das auch, garantiert!). Auf jeden Fall wird es blutig, lustig und ein wenig „historisch“. Am besten wird es, als der Crime Plot in seine Auflösung übergeht – das ist voller Witz und mit viel Liebe zum Detail! Alleine dafür lohnt sich das lesen.

Soundtrack dazu: Pagans – was sonst?

 

 

Bücher, schnell gelesen: Teil 984

George P. Pelecanos - Eine Süsse Ewigkeit (Dumont, 2013)
George P. Pelecanos – Eine Süsse Ewigkeit (Dumont, 2013)

Gelesen: 04.05. – 09.05.2013 (Zeit nicht genommen), netto 358 Seiten.

Der dritte Teil der „Washington Noir“ Serie bringt uns in das DC der 1980er Jahre, zu einem Konzert von Scream und zu einem koksenden Bürgermeister und einer Stadt die wahrlich vor die Drogenhunde geht. Vor dem großen Bild eines sich wandelnden Washington DC verspinnt George P. Pelecanos eine weitere kleine Kriminalgeschichte, entsprechend der Zeit laut, blutig und böse. Die Helden sind nicht alle Helden und die Bösen sind eigentlich alle Böse, auch wenn sie einmal was „gutes“ machen.

Und klar ist auch, und das war schon immer so, das es einfach keine Gute Idee ist einem Dealer Geld zu klauen, auch wenn es einem quasi vor die Füsse fällt. Und die Kinder, die sind mit 12 Jahren schon bewaffnet und verticken Drogen, von denen ist nichts zu erwarten, sie haben keine Vorbilder.

Echt klasse, und ganz nah dran an der Realität. Ein kleines und feines Buch das einem gut erklärt wie elend es damals in DC war! Was James Ellroy für LA, ist dieser Grieche für DC!

Soundtrack dazu: Scream, was sonst!