Bücher, schnell gelesen: Teil 1.268

Don Winslow - Corruption (Droemer, 2017)
Don Winslow – Corruption (Droemer, 2017)

Gelesen: 4. – 12.09.2017, netto 534 Seiten

OK, das war es dann für mich. Don Winslow hat vor lauter schreiben irgendwie die Magie verloren. Nach wirklich billigen Büchern und einer Zugabe zu einem seiner Kracher kommt er jetzt mit einem vermeintlich neuen Kracher um die Ecke.

Der ist aber wieder nur billiger Tand, ohne Tiefgang und ohne die Geschwindigkeit seiner großen Hits. Es fehlt an allen Ecken und Enden und vor allem an einer zündenden Idee.

Das passiert mir selten mit einem Autor aber hier muss das einfach sein. Danke Don, war schön mit dir aber die letzten Jahre waren nicht so prickelnd – also lass uns das im Guten beenden.

Soundtrack dazu: Cop Shoot Cop, was sonst?

Und eine gute Idee waren Titel und Cover auch nicht, so!

Don Winslow - The Force (William Morrow, 2017)
Don Winslow – The Force (William Morrow, 2017)

PPS: Die Realität gibt es hier!

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.170

Don Winslow - Germany (Droemer, 2016)
Don Winslow – Germany (Droemer, 2016)

Gelesen: 25. – 26.04.2016, netto 372 Seiten.

Wow, der hat in der Presse aber schlechte Presse bekommen. Und womit? Eigentlich mit Recht. Der Vorgänger war schon schlecht – „Missing. New York“ war einfach ein Kackbuch. „Germany“ ist von Conny Lösch, wohl deshalb ist es für mich nur ein 3/4 Kackbuch und ein klein wenig besser als sein Vorgänger.

Da nur in DE erschienen scheint es außerdem eine Auftragsarbeit für den deutschen Verlag zu sein („… lass doch was in Deutschland spielen„) und alles andere als eine sprachlich herausragende Arbeit (da konnte auch Conny Lösch nix ändern denke ich).

Die Story ist dünn aber thematisch dann doch nicht soooo schlecht, der Storyverlauf so lala und mit einer kleinen Überraschung. Am Ende aber doch nur wieder ein … Alleingang. Irgendwie. Laaaangweilig!

Soundtrack dazu: keiner, das flutschte so durch ohne das Kopfkino zu inspirieren…

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.125

Don Winslow - Das Kartell (Droemer, 2015)
Don Winslow – Das Kartell (Droemer, 2015)

Gelesen: 05. – 08.09.2015, netto 821 Seiten.

OK, „Tage der Toten“ kam mit 680 Seiten aus, die 140 Seiten Bonus in Das Kartell fühlen sich manchmal sehr laaang an. Eigentlich eine gute Idee, die Lage am Ende von Tage der Toten ein wenig ruhen zu lassen und dann das ganze nochmal aufzuwärmen.

Inhaltlich (Art Keller vs. Adán Barrera bzw. US of A mit CIA, DEA und was sonst noch vs. Mexiko bzw. der korrupten Politik im Mexiko bzw. die Drogenkartelle – aber das ist nicht immer sauber zu trennen) und sprachlich knüpft das Buch da an, wo der Vorgänger gestoppt hat.

Spannend ist, das der Lauf der Dinge auch aus der Sicht von eigentlich ehr unbeteiligten erzählt wird – die natürlich dem Sog der Gewalt nicht entkommen können. Was bleibt ist das Staunen, wie komplex ein Drogenkartell ist und wie wenig Drogenbosse an die Zukunft denken.

Endlich wieder ein besserer Don Winslow, wenn auch mit einem Hauch von „schal“. Ich hoffe er hat die Story damit aus erzählt und hält nicht noch einen Cliff-Hänger bereit.

Soundtrack dazu: The Vendetta Cartel – Hidden Evil, was sonst?