Bücher, schnell gelesen: Teil 1.230

Jerome Charyn - Winterwarnung (Diaphanes, 2017)
Jerome Charyn – Winterwarnung (Diaphanes, 2017)

Gelesen: 06. – 14.03.2017 netto 303 Seiten plus 10 Seiten Essay von Jerome Charyn über „Sidel“.

Ach – Schade: Der 12. und letzte Roman mit dem durchgeknalltem Helden Isaac Sidel. Und diesmal reüssiert er als Präsident der US of A – nachdem er in NYC den Law-and-Order Polizeichef und Bürgermeister gab ist er nun der POTUS.

Ein durchgeknallter nicht-Politiker im Weißen Haus? Ist der Roman aktuell? Nein, er spielt 1989 und am Rande des Umbruchs in der UdSSR und am Rande des nackten Chaos in der Regierung der US of A – alle gegen alle und alle gegen Sidel.

Der rettet sich mal wieder durch den beherzten Einsatz seiner Glock und in dem er das gleiche Spiel spielt. Und das einfach nur durchgeknallt. Herrlich!

Das Leben und Wirken von Isaac Sidel über die 12 Bände ist Plicht – es gibt kaum besseres. Jerome Charyn nennt es „kreatives Halluzinieren“ und das gleiche passiert beim Lesen – Kopfkino Gallore!

Soundtrack dazu: CIV, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.097

Nathan Larson - Boogie Man (Diaphanes, 2014)
Nathan Larson – Boogie Man (Diaphanes, 2014)

Gelesen: 27.02. – 03.03.2015, netto 277 Seiten.

Der einsame Bibliothekar hat im ersten Teil der Trilogie erfolgreich seinen Auftraggeber (oder auch Peiniger) abgemurkst, aber das Hoch währt nur kurz. Noch immer hat er keine Ahnung ob das Chaos in seinem Kopf echt ist oder teil der Menschenversuche samt Implantaten vom Militär. Also desinfiziert er sich weiter und folgt seinem System – um das Chaos mit Beständigkeit zu bändigen.

Leider hat er jedoch etwas bei seinem ehemaligen Auftraggeber mitgehen lassen das ihn jetzt noch mehr in die Scheiße reitet: Privates Militär, die Chinesen, die Koreaner und ein mieser Senator sind hinter ihm her, dazu jemand der ihn offensichtlich von früher kennt und ihn schon mal manipuliert hat. Und wieder sterben viele, holt Dewey „mit der Hand“ einen Helikopter aus der Luft und natürlich erwischt es auch seine Freunde. Der Cliffhanger lässt dann auch viel Platz für so unendlich mehr Spaß im dritten Teil.

Absolut perfekte parallel Realität, mit vielen lustigen Dingen und eben einem etwas anderen Helden: Kein versoffener Detektiv sondern eine Kampfmaschine die wie die Welt völlig aus dem Ruder gelaufen ist.

(c) Diaphanes 2014
(c) Diaphanes 2014

Soundtrack dazu: Weder Swiz noch Shudder to Think sondern … Stormtroppers of Death!

 

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.096

Nathan Larson - 2/14 (Diaphanes, 2014)
Nathan Larson – 2/14 (Diaphanes, 2014)

Gelesen: 21. – 26.02.2015, netto 241 Seiten.

Klasse. Endlich mal wieder ein Buch mit einer kleinen Realitätsverschiebung. Subtil aber mit Effekt. Diesmal hat es NYC ereilt, was genau ist nicht klar aber irgendwas ala Terroranschlag und Pandemie, oder ein Mix davon. Fakt ist, der „lone Ranger“ (mit dem schrägen Namen „Dewey Decimal“) lebt in einem zerstörten, ewig glimmenden und entvölkerten NYC. Der Staat ist quasi implodiert und hat einen neuen Geschaffen, mit neuen Regeln.

Dewey, der nur ahnt wer er ist (ehemaliger Soldat), was mit ihm passiert ist (Laborversuche) und was er will (überleben und mit festen Regeln seinem Leben Spur und Sinn geben) lebt davon das er unappetitliche Aufträge des korrupten DA’s erledigt. Dabei hat er es mit allen möglichen Leuten zu tun – nur um am Ende an einer Frau kleben zu bleiben. Und das macht ihm dann so richtig Ärger.

Also eine coole Crime Story mit viel Sprachwitz, dazu ein cooler Backdrop – ganz großes Kopfkino. Das ganze ist ein Triptychon, der zweite Teil liegt auf meinem Lesetisch. Der Dritte folgt. Klasse.

nb: Dewey Decimal haust in der New York Public Library und versucht diese in Ordnung zu bringen. Daher sein Name.

Soundtrack dazu: Warzone, was sonst?