my loveliest vinyl, part 7

Marginal Man - Identity (Dischord Records 13, 1984)
Marginal Man – Identity (Dischord Records 13, 1984)

Words speak louder than action, eh?

If I say something that you don't like
Just think about it well I may be right
If I say something just hear me out
I just might know what I'm talking about

If I say something well I mean what I say
My words have meaning and that's the truth
Life is full of problems hey that's ok
In times of trouble you'll find the way

So just remember that what I say
When I say something don't turn your head
I'm here to help you when things go wrong
Lean on my shoulder friend

(c) 1984 Marginal Man

This is by far one of the most impressing songs that has made it into both my record collection and forever into my brain! This is short, impressive and touches your heart. And confirm that the „scene“ in DC was a very close and personal one.

Lets see the verdict:

1977 – come on, who cares. Musicaly much nearer 1977 than other DC/HC stuff.
published by a cool lable – „Dischord“ and „Produced by Don Zientara“ where quality lables back then that simply made you buy ANY record with that imprint. Any!
found in a cool shop – ticked, again Uli Rehberg imported this for Konneckschen in 1984!
catching sound – Yes, hardcore with a heart – never been done smarter!
not too bad words – not too bad? They are fucking brilliant and they should make you cry!

To round it off – this is what we never got to see over here:

Worth to note and point out: Both Kenny (left guitar) and Any (bass) are not the standard white male kids – something that back then stood out. And that is live in Philly, PA in 1984!

Bücher, schnell lesen, Teil 871

Jörg Juretzka - Freakshow (Rotbuch 2011)
Jörg Juretzka - Freakshow (Rotbuch 2011)

Gelesen: “Freakshow” 07.10.2011 – 08.10.2011 (Zeit nicht genommen, netto 214 Seiten)

Seit 1998 (und zum Glück weitestgehend bei meinem Lieblingsverlag Rotbuch) beglückt Jörg uns mit Kristof Kryszinski, einer Lusche von Privatdetektiv. Einzig Gonzo Gonschorek, eine Lusche von Video-Geier mit detektivischen Anflüchten aus dem Hause Karr & Wehner und ebenfalls aus dem „Pott“ kommt da mit.

Sobald ich eines der Kristof Bücker in der Hand habe komme ich aus dem Grunzschmunzel-lesen nicht mehr raus, in der Regel werde ich von meiner Umgebung sehr schräg angeschaut. Meistens, wenn ich denn eine kurze Passage vortrage, wird sogar verängstigt  oder entsetzt zur Seite geguckt.

Harter Stoff, immer nah am Untergang, so wie das Leben auf der Straße und in der Gosse nun mal ist. Schade nur, das diesmal die Stormfuckers nicht wirklich mitspielen und das die zarten Liebesbande eigentlich keine sind. Aber who fucking cares, wenn der Held am Ende wieder der verlierende Sieger ist!

Lesen, am besten in der Bahn oder in Gesellschaft. Soundtrack: Antiseen!

Bücher, schnell lesen, Teil 870

Neal Stephenson - reamde (William Morrow 2011)
Neal Stephenson - reamde (William Morrow 2011)

Gelesen: “reamde” 24.09. – 07.10.2011 (Zeit nicht genommen, netto 1042 Seiten)

Wie lange habe ich darauf gewartet! Mein Lieblings Non-crime Autor mit einem neuen Buch. Schon seit vielen Monaten als US-Import bestellt (natürlich die teure Hardcover Auflage mit den stylisch „roh“ beschnittenen Seiten) kommt es direkt am US Erscheinungstag hier an – cool.

„Anthem“, sein vorheriges Buch, war ja ein schweres Sci-Fi Biest das sich nur durch wirklich ernsthaftes Durchkämpfen sinnvoll lesen lassen wollte – „reamde“ ist ein furioses Come-Back mit einer Story die so nah wie noch nie (zumindest nicht seit „Zodiac“) an der Realität ist und so cool und federleicht wie ein – naja fast – schmunzelnder californischer Krimi (ein Hauch David M Pierce nehme ich war) auch wenn er weiter oben (in Orgon), weiter im Süden (China) und überhaupt einmal um die Welt spielt.

Äußerst elegant wird die Welt der Hacker, der Mafia, der MMOG’s und die der islamistischen Terrorristen (und der US-Hinterwäldler – Vorsicht, die Guten!) so fein und detailgetreu verwoben. Einige Abende konnte ich das Buch nicht vor 01:00 aus der Hand legen – die Geschichte ließ mich nicht los.

Lesen, ohne Rückfrage! Soundtrack dazu: Supersuckers!

(PS: Neal Stephenson lese ich immer im englischen Original, selbst die beste Übersetzung bekommt Probleme mit dem Cyber-slang etc – es lohnt sich im Original einzutauchen!)