Bücher, schnell gelesen: Teil 908

Carsten Stroud - Niceville (Dumont, 2012)
Carsten Stroud - Niceville (Dumont, 2012)

Gelesen: 21. – 23.04.2012 (Zeit nicht genommen), netto 497 Seiten.

Und schon wieder das Gefühl, das dieses Buch (und die damit verbundene Serie, zwei weitere Bücher erscheinen noch) direkt als TV Serie geplant ist. Aber, das ist bei dem Autor kein Wunder, fast alle seine Bücher wurden  von Hollywood gekauft.

Niceville spielt in den US of A und, wenn wir mal das mystisch-dämonische im Hintergrund weglassen, ist es eine klasse Gangster-Story rund um einen Banküberfall, eine Erpressung und die dunklen Geheimnissen in einer Kleinstadt. Das das ganze mit einer „dunklen“ Macht im Hintergrund verquickt wird gefällt mir nicht so gut aber – kann man machen und ist Carsten Stroud auch nicht so schlecht gelungen. Nur das eben dieser Teil der Geschichte nicht wirklich gelungene Wendungen hat, während der Crime-Teil einfach klasse ist. Lustig, Lakonisch (in der Gewaltanwendung und – beschreibung) und Locker wird eine Kulisse aufgebaut die am Ende, wie es denn wohl immer so in einer Kleinstadt ist, mit einander verwoben ist. Am Ende kein wirklicher Kliffhänger sondern irgendwie ein „uncooles“ Ende. Aber – siehe Lesezeit – sehr fesselnd. Ich bin sehr gespannt wie die nächsten beiden Bücher (erscheinen 2013 und 2014) das weiterentwickeln. Lohnt das lesen und bitten nicht von den „kitschigen Dämonen“ verschrecken lassen!

Soundtrack dazu: Guns’n’Wankers!

Bücher, schnell gelesen: Teil 907

Frank Schulz - Onno Viets und der Irre vom Kiez (Verlag Galiani Berlin, 2012)
Frank Schulz - Onno Viets und der Irre vom Kiez (Verlag Galiani Berlin, 2012)

Gelesen: 18. – 21.04.2012 (Zeit nicht genommen), netto 358 Seiten.

Herrlich. Einfach herrlich.  Surreal wie Jörg Juretzka’s Kristof Kryszinski Krimis (KKK), und als Held eine echte Lusche, ein Versager – ein Tischtennisspieler der sich, weil es grad nix besseres gibt, als Privatdetektiv versucht. Das ganze vor Hamburger Lokalkolorit („Ähnlichkeiten mit echten Personen und Fernsehsendungen sind rein zufällig„), der hier nicht verraten werden muss.

Dazu ist Schulz auch noch ein echter Wortschmied, der keine zufälligen oder langweiligen Sätze schmiedet, nein – seine Worte sind gut gewählt und bringen die Geschichte auf ein wirklich ungeahntes Niveau. Wortwitz nennt man das wohl.

Das ganze als Krimi zu betrachten ist zu einfach, es ist mehr eine durchgeknallte Geschichte rund um Castingshows, D-Promis, Looser und … Karma. Ganz viel Karma. Nur leider ereilt das Karma das eine oder andere Mal den Falschen. Und Onno Viets, der Looser und Hauptdarsteller, merkt gar nicht das er die Zündladung für das ganze Chaos ist. Cool.

Auch bemerkenswert: Der ständige Wechsel in der Erzählperspektive trägt einen gehörigen Teil dazu bei das es nicht nur spannend sondern auch „flott“ bleibt. Gut umgesetzt!

Soundtrack dazu: Bronx Boys!

Bücher, schnell gelesen: Teil 906

Eoin Colfer - Der Tod ist ein bleibender Schaden (List, 2012)
Eoin Colfer - Der Tod ist ein bleibender Schaden (List, 2012)

Gelesen: 16. – 17.04.2012 (Zeit nicht genommen), netto 271 Seiten.

Mhhhhh, spannend. Als bekennender „42“ (… natürlich „Per Anhalter durch die Galaxis„) Fan sollte ich Eoin eigentlich kennen, hat er doch den post-humen 6te Teil der Serie geschrieben. Aber als Krimi-Autor hatte ich ihn nicht auf dem Zettel, eiegtlich verdient er sein Geld mit der Fantasy-Serie „Artemis Foul„.

Aber dank eines kleinen Schubsers vom großartigen Ken Bruen hat er sich aber getraut – und was für eine großartige Geschichte ist dabei rausgekommen. So stell ich mir vor wenn Adrian McKinty und Ken Bruen zusammen ein Buch schreiben … perfekte brutale Unterhaltung!

DIe Geschichte ist echt flott und läßt einen nicht los. Einsamer Ire stellt sich als „Superman“ heraus und nimmt es „mit der Welt“ auf. Großartige Charaktere, skurrile Szenen und eine herrliche Lovestory zwischen „Gut“ und „Böse“. Diese Buch möchte ich unbedingt verfilmt sehen – was für eine Gaunerkomödie!

Soundtrack: One Man Army – was sonst?