Bücher, schnell gelesen: Teil 947

Ken Bruen - Jack Taylor geht zum Teufel (Atrium, 2012)
Ken Bruen – Jack Taylor geht zum Teufel (Atrium, 2012)

Gelesen: 07. – 08.10.2012 (Zeit nicht genommen), netto 235 Seiten.

Ken Bruen schafft es wie keiner einen sympathischen Looser zu beschreiben. Period. Da möchten wir am liebsten alle saufen- und koksende Iren werden. Ohne Frage. Ohne Widerstand.

Im 8ten Fall für Jack Taylor sind wir offensichtlich in einem sehr realen Albtraum. Diesmal ist nicht ein Böser (oder eine Böse) der Gegner – diesmal muß es der Leibhaftige (oder, je nach Weltanschauung, ein gefallener Engel) selbst sein. Ist Jack inzwischen dem Säuferwahn verfallen? Ich denke ja!

Wie jedes Buch aus der Jack Tayler Reihe extrem kurzweilig und mit wenigen Worten und knappen Sätzen wird sehr viel erzählt bzw. das Kopfkino befeuert. Und das beste: Natürlich das Jack die Einreise in die USA verwehrt wurde (das wäre ja auch noch schöner!). Lieblingssatz: „Da schoss ich ihm in die Eier„.

Soundtrack: Devils Brigade, was sonst?

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Scan: Imobilienanzeigen Hamburger Abendblatt 06.10.2012
Scan: Imobilienanzeigen Hamburger Abendblatt 06.10.2012

Das ist traurig! Ein weiteres altes Fußballstadion in Hamburg verschwindet. Der SC Concordia, einst eine Aushängeschild des Hamburger Amateurfußballs und Ausbilder zahlreicher Profifußballer, ist blank und sein von der Stadt gepachtetes Gelände incl. Stadion mit großartiger Sitztribüne, fällt – so vermute ich – Immobilenentwicklern anheim. Schade – ich habe da einige großartige Schlachten gesehen. Aber wahrscheinlich war den etwas vornehmeren Nachbarn ein lauter Sportplatz sowieso ein Dorn im Auge.

Hamburg verliert damit eine Stadion in das locker 5.000 Zuschauer gingen – auch wenn die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ehr nervig war!

Stadion Marienthal
Stadion Marienthal

Bücher, schnell gelesen: Teil 946

Stephenson/G. Bear/Teppo/deBirmingham/E. Bear/Brassey/Moo – The Mongoliad (Book Two) (47 North, 2012)
Stephenson/G. Bear/Teppo/deBirmingham/E. Bear/Brassey/Moo – The Mongoliad (Book Two) (47 North, 2012)

Gelesen: 01. – 07.10.2012 (Zeit nicht genommen), netto 402 Seiten.

Ian Crowley hatte nicht recht. Mit dem zweiten Teil der Mongoliad Saga nimmt das ganze eine ordentliche Gestalt an und ist in keinem Fall „Spinal Crap“. Habe ich beim ersten Buch noch so den Pfiff vermisst so muss ich nach dem zweiten sagen das die Geschichte bzw. die parallel verlaufenden Erzählungen immer spannender und flüssiger werden.

Wir verfolgen durchgeknallte Tempelritter bzw. Ritter die ihre Existenz aus der Verteidigung des Glaubens ableiten, durchgeknallte und alkoholabhängige Khane, durch Kriegswirren völlig abseitig gewordene Priester und so andere in den Wirren der Zeit vergessene Völker im Jahre 1241.

Ich glaube jetzt daran, das diese ganze Serie spannend wird. Hat sicher auch damit zu tun, das mit Book One der ganze Hintergrund verinnerlicht ist und die „Helden“ der einzelnen Linien (die sich auch immer wieder kreuzen) einem schon vertraut sind.

Bokk Three erscheint im Februar 2013, ich freue mich!

Soundtrack dazu: Ska-P!

PS: Wie alle Neal Stephenson Bücher in Englisch zu lesen (bzw. eine deutsche Übersetzung gibt es  noch garnicht).