my loveliest vinyl, part 9

fluf - Home Improvements (CD) / Whitey on the moon (LP) (Headhunter HED032, 1994)
fluf – Home Improvements (CD) / Whitey on the moon (LP) (Headhunter HED032, 1994)

fluf, the band that threw records out like hell in the early 90’s, hailing from sunny San Diego and masterminded by someone aptly called „O“ and pushing the art of covers for the punk space into the retro-design territory. And as a bonus: Vinyle and CD releases had different covers and different names – cool, this way i could thrill my record collector asshole!

The verdict:
1977 – naaa, this type of sound the class of 1977 had not forseen. Classic anyway!
published by a cool lable – Headhunter, a Cargo outfit, had an endless stream of great stuff back then!
found in a cool shop – ticked, again Martin Stehr’s Drugstore
catching sound – „Fluf’s strength lies in its to-the-point songwriting, namely O.’s gift for combining ultra-heavy hooks and tender pop strains („happenin‘ melodies with friggin‘ raw, heavy guitar,“ is how he describes it)“ (claims the net, and the net is always right)
not too bad words – yeah, the are great. touchy, personal and to the point like this chorus:

you say you want a relationship
but you never really care
no one likes you anyway
you alway buy a fare
(c) 1994 fluf

And this is fluf, reformed and @ a private party in 2010, trashing out that very song:

An extra bonus goes to the band for the graphical design of the records – extra class! i’d say one of the most underrated bands from out west!

Bücher, schnell gelesen, Teil 874

Jo Nesbø - Die Larve (Ullstein, 2011)
Jo Nesbø – Die Larve (Ullstein, 2011)

Gelesen: 31.10. – 07.11.2011 (Zeit nicht genommen), netto 554 Seiten

Ah, der gute alte Harry Hole ist wieder da. Eigentlich habe ich ihn nicht vermisst. Der „Step-out“ aus der Harry Hole Serie war mit „Headhunter“  eigentlich gelungen, die Rückkehr von Harry nach Oslo war also eigentlich nicht notwendig.

Die Geschichte wäre eigentlich langweilig bzw. eine Wiederholung (wenn auch auf gaaanz hohem Niveau) aller „alten“ Bücher wenn Jo nicht einen neuen Erzählstil eingefügt hätte. Im Grunde gibt es eine Geschichte aus 2 Perspektiven – und das wirklich gelungen bzw. die Storyline wird dadurch spannender.

Schön auch, das wieder sehr viel und sehr tief in der Art der Norweger herumgebohrt wird – ich erkenne viele Dinge wieder (ich war/bin beruflich öfter in Oslo). Am Ende gibt es noch einen eleganten Cliff-Hänger der für mich die Frage läßt ob die Harry Hole Serie damit am Ende ist. Wahrscheinlich auch Absicht, oder?

Fazit: Wer alle anderen gelesen hat muss dieses auch lesen. Als Einstiegsbuch in die Welt von Harry (wo ist das Joy Division T-Shirt?) ist es denkbar ungeeignet.

Soundtrack: Mission of Burma, was sonst?

 

Bücher, schnell gelesen, Teil 873

David Peace - Damned United (Heyne Hardcore, 2011)
David Peace - Damned United (Heyne Hardcore, 2011)

Gelesen: 23.10. – 32.10.2011 (Zeit nicht genommen), netto 499 Seiten.

Mein Lieblingskrimiautor aus England. Mit einem Fußballbuch. Und er bekommt das hin. Genauso wie seine Krimis. Er bekommt das hin. Fußball. Leeds United. Dreckiges Team. 70er in England. 70er in Yorkshire. England. Alles andere als Glory.

Das „Red Ridding Quartett“ (1974, 1977, 1980, 1983) ist eine großartige und verstörende Krimi-Reihe und für mich das Equivalent zu einem Kinofilm wo die Hälfte der Zuschauer den Saal verläßt weil der Film eben zu brutal und verstörend ist. Das gleiche erlebte ich als ich die 4 Bücher Freunden empfahl. Kaum einer schaffte es sie zu lesen. Zum einen ist die abgehackte und springenden Erzählweise wirklich schwer zu lesen und erfordert alle Konzentration, zum anderen ist es einfach „Harter Stoff“.

Damned United beschreibt Aufstieg und Fall von Brian Clough als Trainer – bevor er bei Nottingham Forest zu Legende wurde. Aber das wird hier nicht erzählt sondern im Fokus stehen seine nur 44 Tage als Manager (Vorsicht! Das war und ist in England eine Personalunion mit dem Trainer) von Leeds United. David Peace bekommt es hin die Verbissenheit und den Ehrgeiz von Clough nachzuzeichen und sein Scheitern an einem gewachsenen Team auf den Punkt zu bringen. Für jeden Trainer eine Pflichtlektüre!

Soundtrack: Slade, was sonst!

PS: Das Red Riffing Quartat wurde von der BBC meisterlich Verfilmt. Unbedingt angucken – es lief einmal zu später später Stunde im TV und war ein echtes Meisterstück!