Bücher, schnell gelesen: Teil 933

Jonas Jonasson - Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand (Carl's Books, 2011)
Jonas Jonasson – Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand (Carl’s Books, 2011)

Gelesen: 15. – 19.08.2012 (Zeit nicht genommen), netto 406 Seiten.

Ein Buch das auf den Bestsellerlisten steht kommt eigentlich selten im meine Sammlung, noch dazu wenn es kein Krimi ist. Im vorbeigehen sah ich jedoch den Buchtitel und fand den interessant genug einmal  aufzuschlagen. Keine Ahnung mehr wo, aber die 2 Seiten wahren klasse. Also gekauft.

Das ganze ist eine schöne Geschichte, ein Roadmovie in Buchformat und eigentlich nix besonderes – irreale Personen mit der realen Geschichte haben schon andere Verknüpft. Aber hier ist das ganze nicht nur humorvoll und lakonisch brutal (ja, es wird gestorben in diesem Buch und das nicht zu knapp) und eigentlich ein kleiner Krimi im Roadmovie.

Cool wie der Held die Weltgeschichte immer wieder beeinflusst und wie sympatisch die armen kleinen Schweden doch sind. Am Ende ist alles „Friede, Freude, Eierkuchen“ und – zack – unser kleiner schwedischer Held wird wieder nett gefragt ob er helfen kann. Und netten Leuten hat er schon immer gern geholfen!

PS: „Hundraåringen som klev ut genom fönstret och försvann“ klingt irgendwie viel besser und ja, das Original Cover ist auch irgendwie passender, warum also wird sowas immer wieder neu erfunden?

Soundtrack dazu: The Vicious – was sonst?

 

my loveliest vinyl, part 27

Saint Vitus - Born too late (SST Records SST082, 1986)
Saint Vitus – Born too late (SST Records SST082, 1986)

Now this is something completly different – at least back then, when we did crave for US Hardcore and stuff comming from SST (Black Flag’s Greg Ginns own lable). Saint Vitus reminded all of early Black Sabbath  and generaly where seen as Hardcore slowed down to the max. In short: They had a fucking unique selling preposition!

Saint Vitus where around the „hard“ music scene in LA but actualy only made it big when the charismatic Scott „Weino“ Weinrich joined the band in 1986, spot on when this record was completed. After an „normal“ disbanding of the band in the early 90’s (when Grunge broke big) they reunited in 2008 and are still going strong.

The verdict:

1977 – in essence yes but hey, this is now considered „doom“
published by a cool lable – SST, tick!
found in a cool shop –  … Konneckschen for sure!
catching sound – Yes – unique, slow, hard – best in class and genre defining!
The lyrics – dark and doom as doom should be! And no surprise drugs!

My loveliest song on this is a rather short one – if you dare check out the long rolling ones!

I see colours everywhere
I have things living in my hair
In the dark, I see lights
My brain is working overtime
On clear windowpane

In my house, all things glow
My walls are a living light show
Purple dragons, smoke with me
I have friends only I can see
On clear windowpane

I can't handle coming down
'Cause I can't take the human crowd
I can't face reality
So I fly back to where I am free
On clear windowpane

(c) 1986 Cesstone Music

Now listen up:

And see this just again as a perfect set, performing live at the Palm Springs Community Center on May 16th, 1986. It will kill all your thoughts about rock’n’roll galmour and brings it right back to the bare bone:

Note of warning: For those of you who complain about the visual effects on this video rember that back then it was VHS (analog) and most likely the guy on the camera was stoned too! So shut the fuck up – this was 1986 you twat!

Bücher, schnell gelesen: Teil 932

Massimo Carotto & Mama Sabot - Tödlicher Staub (Tropen, 2012)
Massimo Carotto & Mama Sabot – Tödlicher Staub (Tropen, 2012)

Gelesen: 13. – 15.08.2012 (Zeit nicht genommen), netto 148 Seiten.

Das ist mal wieder was anderes – nicht nur weil es ein Krimi aus Italien (besser: Sardinien) ist.

Eine kleine Kriminalstory ist hier aufgehängt an einer ganz realen Geschichte: Auf Sardinien gibt es seit vielen Jahrzehnten ein riesiges militärisches Sperrgebiet mit dem Namen „Salto di Quirra“ das von allen möglichen Armeen (der Nato) und von Waffenherstellern als Testgelände genutzt wird. Seit 2011 ist es im Focus der Staatsanwaltschaft, das Untersuchungen ergeben haben das es derbe verseucht ist (durch Uranmunition und was sonst noch so „abfällt“).

Vor diesem Hintergrund spannt Massimo Carlotto eine schöne Gaunergeschichte mit bösen Jungs die gut sind, guten Jungs die Böse sind und einer Wissenschaftlerin die gut erscheint aber irgendwie auch das falsche macht. Dazu die Mafia (was sonst), geschmierte Politiker und alte Seilschaften, die auch Freunde verkaufen. Perfekt, spannend und auf knapp 150 komprimiert! Besser geht es fast garnicht. Achja, ein bischen Gore ist auch dabei – passt. Unbedingt lesen!

Soundtrack dazu: Raw Power, was sonst?