Bücher, schnell gelesen: Teil 1.230

Jerome Charyn - Winterwarnung (Diaphanes, 2017)
Jerome Charyn – Winterwarnung (Diaphanes, 2017)

Gelesen: 06. – 14.03.2017 netto 303 Seiten plus 10 Seiten Essay von Jerome Charyn über „Sidel“.

Ach – Schade: Der 12. und letzte Roman mit dem durchgeknalltem Helden Isaac Sidel. Und diesmal reüssiert er als Präsident der US of A – nachdem er in NYC den Law-and-Order Polizeichef und Bürgermeister gab ist er nun der POTUS.

Ein durchgeknallter nicht-Politiker im Weißen Haus? Ist der Roman aktuell? Nein, er spielt 1989 und am Rande des Umbruchs in der UdSSR und am Rande des nackten Chaos in der Regierung der US of A – alle gegen alle und alle gegen Sidel.

Der rettet sich mal wieder durch den beherzten Einsatz seiner Glock und in dem er das gleiche Spiel spielt. Und das einfach nur durchgeknallt. Herrlich!

Das Leben und Wirken von Isaac Sidel über die 12 Bände ist Plicht – es gibt kaum besseres. Jerome Charyn nennt es „kreatives Halluzinieren“ und das gleiche passiert beim Lesen – Kopfkino Gallore!

Soundtrack dazu: CIV, was sonst?

… not yet at the top but looking so much better!

Home, sweet home...
Home, sweet home…

Was für eine Serie … wenn in Bielefeld der Auswärtssieg festgemacht worden wäre dann … ja, dann wären wir an 1860 vorbei und würden an der Region kratzen. Dennoch freuten sich alle auf das Spiel, im Grundrauschen vor dem Spiel war jedoch oft „ein Unentschieden ist ok“ zu hören – ich denke da stimmte auch so.

Millerntor (10.03.2017 18:29 (c) gehkacken.de)Millerntor (10.03.2017 18:29 (c) gehkacken.de)
Millerntor (10.03.2017 18:29 (c) gehkacken.de)

Die Süd glänzte mit einer vorsichtigen Pyro-Show … und das Feuer sprang auch über: Mit viel Schwung hatte der magische FC mehr von der Anfangsphase und auch ein/zwei gute Chancen, vor allem Dank dem Speed von Cenk Sahin. Dannach aber wurde klar warum Union so gut und so weit oben steht: Eine wirklich wunderbar abgestimmte Einheit die uns vor allem im Mittelfeld sowas von überlegen war. Wo wir keinen Zugriff bekamen gewannen sie Zweikampf um Zweikampf.

Während wir die besten Chancen ausließen marmelte QPR Rückkehrer Polter bei Union ein Ding rein das nie und nimmer fallen durfte. Und damit hatte Union bis zur Halbzeit das Spiel im Griff.

Nach der Pause hatten wie die beste Chance im Spiel – geschickt freigesperrt lief Dudziak auf den Union-Keeper zu und macht das Ding … ups, wie hat er den Ball gehalten? Ungläubiges staunen um mich rum! Und im Gegenzug – Kacktor #2, diesmal mit einigen Fragen in Richtung Heerwagen. 0:2 und eigentlich war das Spiel durch. Aber nach und nach konnte der FCSP wieder Druck aufbauen und zu Recht macht Aziz den Anschluss.

Und da Union besten Konterchancen ausließ kamen wir nochmal zum Zug, die beste Chance verballerte der weiter ohne jedes Selbstvertrauen agierende Thy in den Himmel. Und dann noch dieser Freistoss…

Millerntor (10.03.2017 20:18 (c) gehkacken.de)8
Millerntor (10.03.2017 20:18 (c) gehkacken.de)

Aber auch der und die folgende Ecke (samt Heerwagen im Union Strafraum) brachte nicht mehr – eine am Ende ehr verdiente Niederlage. Und jetzt wissen wir auch das wir in der offensiven Aufstellung (nur mit Nehrig auf der #6) gegen die Team von oben wohl ehr (noch?) nicht mithalten können.

Da Aue gegen den KSC gewonnen hat sieht es hinter uns aber auch nicht viel besser aus – wir werden am kommenden Samstag hoffentlich den Träumen von Kind einen Dämpfer bereiten, das würde mich freuen (genauso wie wenn 1860 und die Region noch schön unten reinrutschen).

Forza FCSP!

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.229

Marco Thiede - Human Punk (Regent Press, 2015)
Marco Thiede – Human Punk (Regent Press, 2015)

Gelesen: 02. – 05.03.2017 netto 129 Seiten

Irgendwie lustig, ein Bremer Punk erzählt aus seinem Leben und ich kauf das in der englischen Edition – liegt wohl daran das ich fast alle Bücher in Sachen Musik und Musik-Kultur in Englisch habe…

Das Buch ist da spannend, wo es die Sozialisation von Marco in die Bremer Punk Szene beschreibt: Es war die Musik und das „Neue“ das ihn als kleinen Butsche 1976 anzog – wäre er 5 Jahre früher geboren wäre es sicher etwas anderes gewesen. Aber das ging uns allen so, für die meisten war „Punk“ das (erste) eigene Dinge (gegenüber anderen).

Leider hat es auch nicht ganz so spannende Momente, vor allem wenn von den „Schlachten“ mit den Skins und der ASL (Anti-Skin-Liga Bremen) berichtet wird. Schön aber, das durch das ganze Buch etwas anderes hindurchschaut: Punk bzw. Punk Musik war etwas das offen macht, offen auch für Freundschaften und das über viele Jahre.

„For Real“ – ja, das ist es schon: Nicht geschliffen, nicht von einem Profi geschrieben – ein DYI effort.

PS: Schade das mein Lieblingskonzert (Bad Brains im Schlachthof zu Bremen 1983 nicht so groß rauskommt wie ich den Cultureclash (oder auch Fratzengeballer) zwischen Bremen und Hamburg in Erinnerung hab. Auf der anderen Seite gab es aber auch Konzerte ohne Stress zwischen HB und HH, siehe auch hier – Grober Unfug spielte in der Buchtstraße mit den Mimmis …

Soundtrack dazu: A5, was sonst?