Bücher, schnell gelesen: Teil 1.315

Declan Burke - Eight Ball Boogie (Edition Nautilus, 2018)
Declan Burke – Eight Ball Boogie (Edition Nautilus, 2018)

Gelesen: 15. – 16.04.2018, netto 265 Seiten

Der Erstling von Declan Burke, bereits 2003 in Irland erschienen. Bisher war er für mich 50:50 – ein toller Krimi und ein mal verwirrend. Und jetzt kommt der Erstling und der kommt als knallharter Detektivroman daher. Der Einstieg entsprechend blutig und danach nimmt das ganze ordentlich Fahrt auf. Harry Rigby, der sich sowohl als Privatdetektiv als auch als billiger Boulevardjournalist seine Dorgen und seine Drinks verdient (und damit eine großartige doppelte Einnahmequelle geschaffen hat) soll eigentlich etwas aufklären.

Aber eigentlich auch nicht. Eigentlich ist er mal wieder der sprichwörtliche Hauklotz auf dem alle rumhacken und der von allen was abbekommt: Von seiner Freundin, von seinen Freunden, von denen die das Drogengeschäft kontrollieren und von den Bullen, die sich nicht entscheiden können welche Rolle sie spielen.

Wie viele irische Krimis ist der Backdrop das ex-Kriegsgebiet von Nordirland, mit seinen fiesen Deals und seiner noch immer lauernden Gewalt. Und wer steckt ein? Harry! Ein echtes Stehaufmännchen, das auch dann noch einmal gegen die Wand läuft wenn alle weggucken.

Und über den ganzen „Harter Kerl“ Kram hinaus gibt es noch eine richtig schöne (fiese) Familiengeschichte. Passt – das ist ganz großes Kino (und macht bei mir Sehnsucht nach einem neuen Buch mit Karl Kane).

Soundtrack dazu: The Zipps – Don’t tell the detectives, was sonst?

PS: Übersetzt von Robert Brack – ein Qualitätsmerkmal!

 

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