Bücher, schnell gelesen: Teil 1.311

Roland Spranger - Tiefenscharf (Polar Verlag, 2018)
Roland Spranger – Tiefenscharf (Polar Verlag, 2018)

Gelesen: 29. – 31.03.2018, netto 277 Seiten

Sucht. Sucht nach Ruhm, Sucht nach Drogen, Sucht nach Bedeutung. Sucht nach Geld. Sucht nach Glück. Und was gibt es im tiefen Osten? Meth, Crystal Meth. Und You Tube statt kompetenter Videojournalismus.

Großartiges Sittengemälde aus einer Ecke Deutschland die sowas von weit weg ist und sowas von Kacke zu sein scheint: Nazis die Strohdoof sind, Nazis die mit Drogen dealen, Türsteher die Nazis verdreschen und Videojournalisten die ihren Job verlieren.

Und da tief im Osten, in diesen kleinen Orten sowieso jeder jeden kennt kreuzen sich die Linien ziemlich bald. Aber Hoffnung entsteht daraus nicht – nur Blut, Tod und Elend. Und Wut. Viel Wut. Kalt, ohne viele Worte und mit perfekter lakonischer Gewalt erzählt Roland Spranger eine Geschichte die so wahr klingt das sie einfach wahr sein muss.

Großartiger deutscher Noir-Krimi!

Soundtrack dazu: Hysterese – Three Wise Monkeys, was sonst?

 

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