Bücher, schnell gelesen: Teil 1.296

Ross Thomas - Der Mordida-Mann (Alexander Verlag, 20179
Ross Thomas – Der Mordida-Mann (Alexander Verlag, 20179

Gelesen: 11. – 12.01.2018, netto 322 Seiten

Ja, das ist einfach ein Schatz den der Alexander-Verlag da hebt: Ross Thomas hat 25 geniale Politthriller geschrieben und inzwischen sind wir beim 18ten Band angekommen. Und der ist wieder genauso und doch anders. Und einfach gut.

Ross Thomas hat genug eigene Erfahrung im Politbetrieb der US of A gehabt, so dass seine Geschichten niemals unrealistisch daherkommen. Backdrop hier ist der Konflikt zwischen Libyen und den US of A, der Zeitrahmen ist Ende der 70er. Wer mehr dazu lesen will kann das hier.

Eine wunderbare Dreicksgeschichte, wobei immer mehr kleine Dreicke im großen auftauchen. Fast schon Fraktal. Ein von den Libyern geförderter Terrorist wird entführt, als Rache entführen die Libyer den Bruder des amerikanischen Präsidenten.

Da dieser der CIA nicht traut (die aber den Terroristen diesmal nicht auf dem Gewissen haben), wird ein unabhängiger Dritter dazugeholt: Chubb Dunjee, der Mordida-Mann (aka der Schmiergeldmann). Er ist ex-Soldat (Vietnam mit Auszeichnung, ex-Kongressabgeordneter) und sowas wie der Dick Gently der  70er.

Ja, Chubb Dunjee löst die ihm angetragenen Probleme auf holistische und fraktale Art und das ist so unterhaltsam wie nur irgendwas. Zufall ist hier Plan und Betrug ist hier … betrogen werden. Einfach nur großartig!

Das so ein cooler Spy-Thriller nicht verfilmt wurde (zumindest hab ich nix gefunden) ist einfach nur unfassbar. Wo ist Quentin Tarantino wenn mann ihn braucht? Nur noch 7 Bücher, schade…

Soundtrack dazu: Rudi – I-Spy, was sonst?

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