Bücher, schnell gelesen: Teil 1.295

Newton Thornburg - Schwarze Herde (Polar Verlag, 2016)
Newton Thornburg – Schwarze Herde (Polar Verlag, 2016)

Gelesen: 05. – 10.01.2018, netto 282 Seiten

Tja, Cutter und Bone war ja ein großartiges Sittengemälde der Californian Way of Life das nicht ganz so toll verfilmt wurde. Schwarze Herde dagegen ist ein nicht ganz so tolles Sittengemälde eines ganz anderen Way of Life in den US of A und ein ehr so ohne echten Crime Thrill.

Lustig ist aber das eine Entwicklung aus den letzten Jahren vorweg genommen wird: Ein erfolgreicher Werber verläßt die Branche um sich als Rinderzüchter auf einer Farm selbst zu finden. Und genauso wie ich jedem Ex-Werber wünsche das er mit seinem Burger- oder Kaffee-Laden pleite geht geht auch dieser Werber natürlich pleite – finanziell und mit seiner Ehe. Seine Frau verlässt ihn, ein durchgeknallter ex-Werber nistet sich bei ihm ein und seine Herde wird positiv auf Brucellose getestet.

Und von da an geht es, begleitet von ein wenig Blut &Gewalt, schön den Bach runter. Bis er auf die durchgeknallte Idee eingeht seine Herde klauen zu lassen um sie zu Verkaufen und die Versicherung zu kassieren – so als Sanierung und Startkapital (um mit seiner jungen Freundin, natürlich eine Bedienung in einer Spelunke) nach Kalifornien zu gehen.

Der kleine Crime/Thrillerfaden im Hintergrund ist leider sehr vorhersehbar und das ganze wäre besser ein weniger auf Crime aber mehr auf Melodram aufgesetztes Buch gewesen. Gut ist es wenn es das Leben auf dem Land und die Farmer beschreibt, schlecht ist es wenn es versucht ein Krimi zu sein.

Für mich das schlechteste: Der Held hat am Ende nicht einmal die Traute sich die Birne wegzublasen. Das passt nicht. Elend muss Elend bleiben. Und Elend enden.

Soundtrack dazu: Drunks With Guns – Beautiful Happiness, was sonst?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.