Bücher, schnell gelesen: Teil 1.292

Gene Kerrigan - In der Sackgasse (Polar Verlag, 2015)
Gene Kerrigan – In der Sackgasse (Polar Verlag, 2015)

Gelesen: 27. – 30.12.2017, netto 292 Seiten

Adrian McKinty nutzt in seinen Büchern die Zeiten der „Troubles“ in Belfast und einen Polizisten als Back-Drop. Gene Kerrigan dagegen nutzt eine andere Zeit und einen anderen Pol: In seinem Krimi aus Dublin ist es die Wirtschaftskriese der 2010er Jahre und ein einfacher Bürger. Naja.

Am besten hilft ein Zitat von Gene um das Buch richtig einzuordnen:

The ghettoes sink deeper into despair while southside gobshites chatter inanely about the Celtic Tiger.

Und dort lebt Danny Callaghan und versucht über die Runden zu kommen. Nach 8 Jahren im Knast wegen Totschlag ist er vorzeitig wieder draussen und lebt ein einfaches Leben. Bis an den Tag wo zwei Typen in seinem Lieblingspub kommen und versuchen einen Gast umzubringen. Danny, ganz aufrechter Bürger, greift ein. Und von da an geht es hart und brutal zur Sache – natürlich schaukelt sich da was auf und natürlich versucht Danny alles richtig zu machen (hat er schonmal, ist er schonmal für verarscht worden).

Gene Kerrigan baut zwei großartige Kniffe in dieses Buch ein die ich nicht verraten kann. Aber diese Kniffe sind so überraschend und so elegant – das selbst ich als erfahrener Krimileser nicht aus dem Staunen herauskam. So einfach, so wirkungsvoll!

Soundtrack dazu: The Radiators From Space, was sonst?

 

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