Bücher, schnell gelesen: Teil 1.278

Dave Zeltserman - Killer (Pulp Master, 2015)
Dave Zeltserman – Killer (Pulp Master, 2015)

Gelesen: 02. – 04.11.2017, netto 257 Seiten

Endlich mal wieder etwas aus der hardboiled Ecke und endlich mal wieder was aus Boston. Der Ausgangspunkt der Geschichte ist extrem clever und ein typischer Deal:

Leonard March hat für die Bostoner Mafia den Dreck erledigt und ist dann doch in die Fänge der Polizei geraten. Da er keinen Bock auf Lebenslang hatte lieferte er den Oberboss gegen Straffreiheit für „alles andere“.  Sein Deal sind damit 14 Jahre. Und dann kommt raus das er nicht nur Dreck erledigt hat sondern auch noch 28 Morde.

Das gibt nicht nur eine schlechte Presse für die Justiz sondern das führt auch dazu das er sich nicht nur – wie schon im Gefängnis – Mafia-Rächern gegenüber sieht sondern auch noch 28 Familien die ihm ans Leder wollen.

Und mit dieser Aussicht wird er nach 14 Jahren als alter Mann entlassen. Behutsam und langsam beschreibt Zeltserman wie sich Leonard in das normale Leben einfügt und wie er versucht einfach nur zu leben. Und wie es sich für einen hardboiled Roman gehört ist unterschwellig immer die Gewalt da. Und neben der Gewalt lauert im Hintergrund immer ein Rächer.

Diesen Spannungsbogen hält Zeltserman perfekt aufrecht und lässt das ganze auf einen klassischen (aber überraschenden) show-down zulaufen. Keine Überraschung: Am Ende liebt der Leser den Killer.

Geiler Scheiß, da hol ich mir auch den Rest!

Soundtrack dazu: The Boston Strangler, was sonst?

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