Bücher, schnell gelesen: Teil 1.277

James Lee Burke - Zeit der Ernte (Heyne Hardcore, 2017)
James Lee Burke – Zeit der Ernte (Heyne Hardcore, 2017)

Gelesen: 28.10. – 01.11.2017, netto 374 Seiten

Die Holland-Saga hat ja viel von James Lee Burkes eigener Geschichte intus, so wie in diesem 1971 erschienen Roman der Held Hackberry Holland der II. ständig einen intus hat. Der schwer Korea-Krieg geschädigte Anwalt will eigentlich seinem Vater in der Politik folgen doch der Tod eines Freundes aus dem Korea-Krieg bring ihn in die Abgründe der Lohnsklaven auf den Feldern Texas.

Und in die dazu passende Welt aus korrupten Cops mit Neigungen zum KKK, korrupten Politikern und korrupten Anwälten.

Das Buch ist lange nicht so flüssig und so weiträumig wie die späteren Folgen der Familien-Saga und vor allem die Episode aus dem Gefangenenlager in Korea ist wir ein Stachel mitten im Buch. Das Buch beschäftigt sich mit einer Sache, mit einer Liebe und mit einem Versagen – die Weite von Texas bricht das kaum auf.

Im Zusammenhang mit dem Rest der Bücher sicher ein muss, als kleines Beispiel einer eigentlich noch nicht vergangenen Zeit eine gute Mahnung – es bleibt aber eines seines Frühwerke und ein Misserfolg. Danach ging es für James Lee Burke erstmal bergab und an die Flasche, erst 1987 hatte er mit dem Dave Robicheaux Krimi „Neonregen“ seinen ersten Erfolg.

Soundtrack dazu: The Delinquents, was sonst?

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