Bücher, schnell gelesen: Teil 1.269

Jean Echenoz - Unsere Frau in Pjöngjang (Hanser Berlin, 2017)
Jean Echenoz – Unsere Frau in Pjöngjang (Hanser Berlin, 2017)

Gelesen: 13. – 17.09.2017, netto 277 Seiten

Hui, Franzosen mit Humor! Und dazu eine großartige Dekonstruktion des Spionage-Genres. Herrlich. Seit den „Modesty Blaise“ Serie von Peter O’Donnel – aber mit einer großen Spur Ironie.

Und das beste? Ein nonchalanter Erzähler mit Wissensvorsprung macht das ganze zu einem virtuellen Hörbuch. So als ob ein Erzähler das Kopfkino am laufen hält.

Dazu eine unkonventionelle Spionagegeschichte voller Liebe, Verrat und Tod. In Paris, in der französischen Provinz und in Chosŏn Minjujuŭi Inmin Konghwaguk, dem wohl unlustigsten Land dieser Erde. Und natürlich geht alles irgendwie den Bach runter und die Guten sind eventuell garnicht … so gut.

Gut ist die Räuberagentenpistole und gut ist auch die detaillierte Einsicht in das Leben der begünstigten der Chuch’e-Ideologie.

Ein Knaller! Und, ich liebe den Autor schon jetzt, am Ende ein großartiger Zirkelschlag bzw. ein … Déjà-vu!

Soundtrack dazu: Burning Lady, was sonst?

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