Bücher, schnell gelesen: Teil 1.348

Alice Bag - Violence Girl (Feral House, 2011)
Alice Bag – Violence Girl (Feral House, 2011)

Gelesen: 08. – 15.10.2018, netto 372 Seiten

Einfach nur zu schön – Punk History, eine Sängerin und jemand der tatsächlich relevante Dinge zu erzählen hat.

Alice Bag war nicht nur die Sängerin der Bags (L.A. Punk 1977 – 1981) sondern auch ein Teil der Szene von Anfang an. Das Buch konzentriert sich aber absolut genial auf das gesamte Aufwachsen als Latino Kind in East-L.A. und das Leben insgesamt. Mit allen Höhen (Musik) und Tiefen (Familie, Musik).

Aufgewachsen in tiefster Armut und mit vielen Problemen in der Familie (gewalttätiger Vater) zeichnet sich vor allem eins ab: Zielstrebigkeit. Erst als Rock Groupie, dann als Punk Fan und sofort auch als Musiker. Und dann über Punk hinaus als Mutter und Lehrerin.

Das Buch ist einfach großartig, vor allem weil Alice über alles spricht. Unter anderem spricht sie auch aus was viele nicht sehen wollten bzw. wollen: Darby Crash war ein selbstverliebtes Arschloch, dem sie zurecht einen Tritt verpasste.

Wer die Geschichte des L.A. Punk sucht ist hier falsch, wer allerdings lesen will wie sich eine kleines Latino-Mädchen in L.A. behauptet hat und in die „Szene“ gewachsen ist – der ist hier richtig!

Kaufen!

PS: Alice betreut heute auch das großartige Women in L.A. Punk Archiv, der Besuch lohnt sich!

Soundtrack dazu: entfällt, hört ihr selbst zu!

The Bags mit ihrem Signature-Song live (February 5th, 1978, The Troubadour, West Hollywood, CA):

Und „77“ hat für Alice noch eine andere Bedeutung – ihre Hymne an Equal Pay:

Und einmal der ganze Rest:

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